Bodenproben – Grundlage für optimale Düngung und gesunde Böden
Bodenproben sichern nachhaltigen und wirtschaftlichen Erfolg.
Sie zeigen, welche Nährstoffe im Boden verfügbar sind und ob ein Bedarf an Kalkung oder Düngung besteht.
Eine regelmässige Bodenanalyse hilft, Erträge zu sichern, Düngerkosten zu senken und die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten.
Warum sind Bodenproben wichtig?
- Ermittlung von Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg) und weiteren Nährstoffen
- Bestimmung des pH-Werts und des Kalkbedarfs
- Vermeidung von Über- und Unterdüngung
- Verbesserung der Nährstoffeffizienz
- Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit
- Reduktion von Nährstoffverlusten
Welche Werte werden analysiert?
Je nach Untersuchungsumfang können folgende Parameter bestimmt werden:
- pH-Wert
- Phosphor (P)
- Kalium (K)
- Magnesium (Mg)
- Calcium (Ca)
- Humusgehalt
- Kationenaustauschkapazität (KAK)
- Spurenelemente wie Bor, Zink, Kupfer oder Mangan
Vorteile einer regelmässigen Bodenuntersuchung
Eine Bodenprobe schafft die Grundlage für eine präzise Düngungsplanung.
Nährstoffe können gezielt eingesetzt werden, wodurch Kosten gesenkt und Erträge optimiert werden.
Gleichzeitig wird die Bodenfruchtbarkeit verbessert
Kleines Info
Bodenproben sind der Gesundheitscheck für Ihren Boden.
Sie liefern wertvolle Informationen zur Nährstoffversorgung, helfen bei der Optimierung der Düngung und tragen zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung sowie stabilen Erträgen bei.
Kationen- und Anionenaustauschkapazität (KAK/AAK) im Boden
Kationen- und Anionenaustauschkapazität (KAK/AAK) im Boden
– Grundlage für Fruchtbarkeit und Nährstoffspeicherung
Die Kationen- und Anionenaustauschkapazität sind wichtige Kennzahlen zur Beurteilung der Bodenfruchtbarkeit. Sie beschreiben die Fähigkeit eines Bodens, Nährstoffe zu speichern, auszutauschen und pflanzenverfügbar zu halten.
Böden mit einer hohen Austauschkapazität können mehr Nährstoffe speichern und sind weniger anfällig für Verlagerungsverluste.
Kationenaustauschkapazität (KAK) im Boden
Die Kationenaustauschkapazität (KAK) ist eine der wichtigsten Kennzahlen zur Beurteilung der Bodenfruchtbarkeit.
Sie beschreibt die Fähigkeit des Bodens, positiv geladene Nährstoffe (Kationen) wie Calcium, Magnesium, Kalium und Ammonium zu speichern und bei Bedarf an die Pflanzenwurzeln abzugeben.
Eine hohe KAK verbessert die Nährstoffversorgung, erhöht die Bodengare und fördert eine stabile Bodenstruktur. Besonders humus- und tonreiche Böden verfügen über eine hohe KAK.
Anionenaustauschkapazität (AAK)
Die Anionenaustauschkapazität beschreibt die Fähigkeit des Bodens, negativ geladene Nährstoffe zu binden.
- Nitrat (NO₃⁻)
- Sulfat (SO₄²⁻)
- Phosphat (HPO₄²⁻)
- Chlorid (Cl⁻)
In den meisten Ackerböden Mitteleuropas ist die AAK deutlich geringer als die KAK.
Deshalb sind Anionen häufig stärker verlagerungsgefährdet.
Warum ist die KAK wichtig?
Ein Boden mit hoher Kationenaustauschkapazität kann mehr Nährstoffe binden und vor Auswaschung schützen. Dadurch stehen die Nährstoffe den Kulturpflanzen länger zur Verfügung und die Düngewirkung wird verbessert.
Vorteile einer hohen KAK:
- Höhere Nährstoffspeicherung
- Weniger Auswaschungsverluste
- Bessere Nährstoffverfügbarkeit
- Stabilerer pH-Wert
- Verbesserte Bodenfruchtbarkeit
- Höhere Ertragsstabilität
Welche Faktoren beeinflussen die KAK?
- Die Kationenaustauschkapazität wird vor allem durch folgende Faktoren bestimmt:
Humusgehalt - Humus besitzt eine sehr hohe Speicherfähigkeit für Nährstoffe.
Der Aufbau von Humus erhöht die KAK deutlich.
Tongehalt - Tonminerale tragen viele negative Ladungen und können dadurch große Mengen an Nährstoffen festhalten.
pH-Wert - Mit steigendem pH-Wert nimmt die wirksame KAK meist zu.
Eine bedarfsgerechte Kalkung kann daher die Nährstoffspeicherung verbessern.
KAK verbessern
Eine nachhaltige Verbesserung der Kationenaustauschkapazität gelingt durch:
- Humusaufbau mit Gründüngungen
- Vielfältige Fruchtfolgen
- Einsatz von Leonardit, via Hofdünger oder direkt in den Boden
- Einsatz von flüssigen oder festen Huminstoffen
- Organische Düngung
- Förderung des Bodenlebens
- Bedarfsgerechte Kalkung

Kleines Info
- Zu wenig Calcium → schlechte Krümelstruktur, Verdichtungen
- Zu viel Magnesium → schmierige, schwere Böden, stunden Böden
- Zu viel Kalium → Hemmung der Magnesiumaufnahme
- Zu viel Natrium → Strukturzerfall, Verschlämmung
- Hohe H-Belegung → saurer Boden, tiefer pH-Wert
Beispiele:
- 80 % Ca und 10 % Mg = sehr gut
- 70 % Ca und 15 % Mg = optimal
- 60 % Ca und 25 % Mg = hoher Magnesiumgehalt
Die Kationenaustauschkapazität (KAK) ist ein zentraler Indikator für die Nährstoffspeicherung und Bodenfruchtbarkeit.
Böden mit hoher KAK können mehr Nährstoffe binden, sind widerstandsfähiger gegen Auswaschung und liefern langfristig stabilere Erträge. Humusaufbau und eine aktive Bodenpflege sind die wirksamsten Maßnahmen zur Verbesserung der KAK.
Humus ist die „Nährstoffbatterie“ des Bodens.
Je mehr Humus vorhanden ist, desto höher ist die Kationenaustauschkapazität und desto besser kann der Boden Nährstoffe speichern und bereitstellen.