Leonardit in der Gülle – Ammoniak reduzieren & Nährstoffe sichern

Leonardit mit Humin- und Fulvinsäuren unterstützt die Nährstoffbindung und verbessert die Güllequalität. Ergänzende Mikroorganismen fördern die Umsetzung organischer Substanz und eine effiziente Nährstoffnutzung.

Vorteile von Leonardit in der Gülle

  • Reduziert Ammoniakverluste und Geruchsemissionen
  • Erhöht die Stickstoffverfügbarkeit
  • Bindet Schadstoffe und verbessert die Güllequalität
  • Fördert die Humusbildung im Boden
  • Unterstützt nützliche Mikroorganismen
  • Verbessert die Nährstoffeffizienz und Bodenfruchtbarkeit


Langfristige Wirkung von Leonardit im Boden

Leonardit liefert wertvolle Huminstoffe, die den Boden nachhaltig verbessern:

  • Fördert den Humusaufbau
  • Verbessert die Bodenstruktur und Krümelbildung
  • Erhöht die Wasserspeicherfähigkeit
  • Steigert die Kationenaustauschkapazität (KAK) und Nährstoffspeicherung
  • Aktiviert das Bodenleben und die Wurzelentwicklung
  • Reduziert Nährstoffverlagerung


Kurz: Leonardit trägt langfristig zu einem fruchtbaren, stabilen und widerstandsfähigen Boden bei. 


Leonardit unterstützt die Bodenfruchtbarkeit, verbessert durch seine aktiven Huminstoffe die Bodenstruktur, die Wasser- und Nährstoffspeicherung und fördert günstige Bedingungen für Bodenleben und Wurzelentwicklung.


Leonardit unterstützt die Bodenstruktur, indem die enthaltenen aktiven Huminstoffe die Aggregatbildung und die Stabilität der Bodenkrümel fördern. Dadurch können Porenstruktur, Wasserhaltevermögen und Durchwurzelbarkeit verbessert und die Verdichtungsanfälligkeit des Bodens vermindert werden.

Gülle – Fluch oder Segen?

Gülle optimieren, Emissionen reduzieren

Gülle ist ein wertvoller Hofdünger und liefert Pflanzen wichtige Nährstoffe. Bei Lagerung und Ausbringung können jedoch insbesondere Stickstoffverluste in Form von Ammoniak sowie Geruchs- und Treibhausgasemissionen entstehen. Ammoniakverluste bedeuten gleichzeitig einen Verlust von pflanzenverfügbarem Stickstoff.


Gülle gezielt aufbereiten
Huminsäuren können Nährstoffe binden und stabilisieren und so die Nährstoffeffizienz der Gülle verbessern.


Vorteile von Huminsäuren in der Gülle

  • Nährstoffe besser binden
  • Nährstoffverluste begrenzen
  • Gülle als Dünger aufwerten
  • Nährstoffverfügbarkeit im Boden unterstützen
  • Nährstoffeffizienz verbessern

Huminsäuren besitzen Bindungs- und Ionenaustauscheigenschaften und können dadurch zur Bindung von Nährstoffen beitragen, bodenschonende und effiziente Nährstoffversorgung im Acker- und Futterbau.

Emissionen beim Einsatz betriebseigener Dünger

Lachgasemissionen aus Hofdünger reduzieren

Lachgas (N₂O) entsteht im Boden bei mikrobiellen Umsetzungsprozessen von Stickstoff, insbesondere bei Nitrifikation und Denitrifikation. 

Nach der Ausbringung stickstoffhaltiger Dünger kann die N₂O-Bildung zunehmen, vor allem wenn mehr pflanzenverfügbarer Stickstoff vorhanden ist, als die Kultur aufnehmen kann.



Besonders kritisch sind hohe Stickstoffüberschüsse sowie nasse, verdichtete und dadurch schlecht durchlüftete Böden. Eine bedarfsgerechte Stickstoffversorgung und gute Bodenstruktur sind wichtig zur Senkung der Lachgasemissionen.


Wichtige Einflussfaktoren

  • Höhe des Stickstoffangebots (Hofdünger-Analysen)
  • Zeitpunkt und Menge
  • Bodenfeuchtigkeit und Sauerstoffversorgung
  • Bodenverdichtung
  • Stickstoffaufnahme durch die Pflanzen


Stickstoff effizienter nutzen

Gülle besser in kleineren Mengen ( weniger m3/ha) und dafür häufiger ausbringen. So kann der Stickstoff bedarfsgerechter genutzt und das Risiko von Verlusten über Ammoniak, Nitrat oder Lachgas reduziert werden.


Weniger Stickstoffverluste durch gezielte Düngung

Stickstoff möglichst bedarfsgerecht einsetzen und Überschüsse vermeiden. Gleichzeitig fördern gut strukturierte, nicht verdichtete Böden günstige Bedingungen für die Stickstoffnutzung. Hohe Stick-stoffmengen und Sauerstoffmangel können die Lachgasbildung erhöhen.

Wie wirkt Leonardit auf Mikroben?

Positive Effekte bei der Gülle- und Bodenoptimierung mit Leonardit


Leonardit ist kein mikrobieller Dünger.
Es enthält keine zugesetzten lebenden Mikroorganismen, sondern ist ein natürliches, huminstoffreiches Ausgangsmaterial. Seine Wirkung beruht hauptsächlich auf den enthaltenen aktiven Huminstoffen und deren physikalisch-chemischen Eigenschaften.

Hoher Gehalt an Huminstoffen

  • Reich an Huminsäuren und weiteren organischen Huminstoffen.
  • Liefert stabile organische Kohlenstoffverbindungen.
  • Trägt zur Anreicherung der organischen Substanz im Boden bei.

Unterstützt die Bodenbiologie

  • Huminstoffe können die Bedingungen für Bodenmikroorganismen günstig beeinflussen.
  • Die Wirkung erfolgt vor allem indirekt über Bodenmilieu, Nährstoffverfügbarkeit und organische Substanz.

Verbessert die Nährstoffbindung

  • Huminstoffe besitzen zahlreiche funktionelle Bindungsstellen und können Nährstoff-Ionen binden bzw. komplexieren.
  • Dadurch können Nährstoffe im Boden gepuffert und vor einer schnellen Verlagerung geschützt werden.
  • Besonders relevant ist dies für Kationen und verschiedene Spurenelemente.

Unterstützt Bodenstruktur und Wasserhaushalt

  • Huminstoffe können zur Stabilisierung von Bodenaggregaten beitragen.
  • Dies kann Porenstruktur, Wasserhaltevermögen und Durchlüftung günstig beeinflussen.
  • Dadurch können bessere Bedingungen für Wurzeln und Bodenorganismen entstehen.

Im Kompost

Leonardit wirkt oft wie ein Humus-Booster:

  • schnellere Humusbildung
  • höhere mikrobielle Vielfalt
  • stabilerer Endkompost
  • geringere Geruchsbildung

Besonders wirksam in Kombination mit

  • Rindermist
  • Kompost
  • Pflanzenkohle
  • Zwischenfruchtbiomasse
  • Gärresten


Facts

Leonardit: füttert Mikroben nicht direkt wie frisches organisches Material, verbessert aber ihr Lebensumfeld erheblich. Dadurch werden die Vermehrung, Aktivität und Vielfalt der Mikroorganismen gefördert und die Bildung von stabilem Humus beschleunigt. 


Für die Kompostierung sind 10 bis 15 kg/to Leonardit, das zu kompostierbarem Material