Wie viel steckt wirklich in Ihrer Gülle?
Gülleanalyse
Der erste Schritt zu mehr Ertrag und besserer Nährstoffeffizienz
Wie viel steckt wirklich in Ihrer Gülle?
Gülle und Mist sind wertvolle Nährstoffquellen und können einen grossen Teil des Düngebedarfs abdecken. Dennoch wird ihr Potenzial oft unterschätzt, weil viele Betriebe mit Durchschnittswerten statt mit betriebseigenen Analysen arbeiten. Dabei können die Nährstoffgehalte je nach Tierart, Fütterung, Lagerung und Verdünnung stark variieren.
Warum eine Gülleanalyse sinnvoll ist
Eine regelmässige Gülleanalyse zeigt, welche Nährstoffmengen tatsächlich ausgebracht werden. So lassen sich Düngergaben präziser planen, Mineraldünger einsparen und Nährstoffverluste reduzieren. Statt zu schätzen, basiert die Düngung auf realen Betriebsdaten.
Merke:
Wer analysiert statt schätzt, holt mehr Ertrag aus jedem Kubikmeter Gülle.
Tipp zur Probenahme
Gülle vor der Entnahme gründlich aufrühren
- Die Gülle muss gut homogenisiert werden.
- Feststoffe und Flüssigkeit sollen gleichmässig verteilt sein.
Saubere Kunststoff-Flasche, Pet-Flasche verwenden
- Weithals-Kunststoffflaschen eignen sich besonders gut.
- Flaschen nur zu etwa drei Vierteln füllen.
Probe kühl lagern
- Vor Sonneneinstrahlung schützen.
- Möglichst rasch an das Labor senden.
Zur richtigen Zeit beproben
- Idealerweise kurz vor der geplanten Ausbringung.
- Sommer- und Wintergülle getrennt analysieren.
- Wintergülle, die wichtigste - da im Frühjahr der Nährstoffbedarf sehr wichtig ist
Praxistipp
"Je besser die Probe, desto genauer die Analyse. Nur eine repräsentative Probe zeigt, wie viel Stickstoff, Phosphor und Kalium tatsächlich in Ihrer Gülle steckt"
Leonardit in der Gülle – Ammoniak reduzieren & Nährstoffe sichern
Leonardit mit Humin- und Fulvinsäuren unterstützt die Nährstoffbindung und verbessert die Güllequalität. Ergänzende Mikroorganismen fördern die Umsetzung organischer Substanz und eine effiziente Nährstoffnutzung.

Vorteile von Leonardit in der Gülle
- Reduziert Ammoniakverluste und Geruchsemissionen
- Erhöht die Stickstoffverfügbarkeit
- Bindet Schadstoffe und verbessert die Güllequalität
- Fördert die Humusbildung im Boden
- Unterstützt nützliche Mikroorganismen
- Verbessert die Nährstoffeffizienz und Bodenfruchtbarkeit
Langfristige Wirkung von Leonardit im Boden
Leonardit liefert wertvolle Huminstoffe, die den Boden nachhaltig verbessern:
- Fördert den Humusaufbau
- Verbessert die Bodenstruktur und Krümelbildung
- Erhöht die Wasserspeicherfähigkeit
- Steigert die Kationenaustauschkapazität (KAK) und Nährstoffspeicherung
- Aktiviert das Bodenleben und die Wurzelentwicklung
- Reduziert Nährstoffverlagerung
Kurz: Leonardit trägt langfristig zu einem fruchtbaren, stabilen und widerstandsfähigen Boden bei.
Leonardit unterstützt die Bodenfruchtbarkeit, verbessert durch seine aktiven Huminstoffe die Bodenstruktur, die Wasser- und Nährstoffspeicherung und fördert günstige Bedingungen für Bodenleben und Wurzelentwicklung.
Leonardit unterstützt die Bodenstruktur, indem die enthaltenen aktiven Huminstoffe die Aggregatbildung und die Stabilität der Bodenkrümel fördern. Dadurch können Porenstruktur, Wasserhaltevermögen und Durchwurzelbarkeit verbessert und die Verdichtungsanfälligkeit des Bodens vermindert werden.
Gülle – Fluch oder Segen?
Gülle optimieren, Emissionen reduzieren
Gülle ist ein wertvoller Hofdünger und liefert Pflanzen wichtige Nährstoffe. Bei Lagerung und Ausbringung können jedoch insbesondere Stickstoffverluste in Form von Ammoniak sowie Geruchs- und Treibhausgasemissionen entstehen. Ammoniakverluste bedeuten gleichzeitig einen Verlust von pflanzenverfügbarem Stickstoff.
Gülle gezielt aufbereiten
Huminsäuren können Nährstoffe binden und stabilisieren und so die Nährstoffeffizienz der Gülle verbessern.
Vorteile von Huminsäuren in der Gülle
- Nährstoffe besser binden
- Nährstoffverluste begrenzen
- Gülle als Dünger aufwerten
- Nährstoffverfügbarkeit im Boden unterstützen
- Nährstoffeffizienz verbessern
Huminsäuren besitzen Bindungs- und Ionenaustauscheigenschaften und können dadurch zur Bindung von Nährstoffen beitragen, bodenschonende und effiziente Nährstoffversorgung im Acker- und Futterbau.
Emissionen beim Einsatz betriebseigener Dünger
Lachgasemissionen aus Hofdünger reduzieren
Lachgas (N₂O) entsteht im Boden bei mikrobiellen Umsetzungsprozessen von Stickstoff, insbesondere bei Nitrifikation und Denitrifikation.
Nach der Ausbringung stickstoffhaltiger Dünger kann die N₂O-Bildung zunehmen, vor allem wenn mehr pflanzenverfügbarer Stickstoff vorhanden ist, als die Kultur aufnehmen kann.
Besonders kritisch sind hohe Stickstoffüberschüsse sowie nasse, verdichtete und dadurch schlecht durchlüftete Böden. Eine bedarfsgerechte Stickstoffversorgung und gute Bodenstruktur sind wichtig zur Senkung der Lachgasemissionen.
Wichtige Einflussfaktoren
- Höhe des Stickstoffangebots (Hofdünger-Analysen)
- Zeitpunkt und Menge
- Bodenfeuchtigkeit und Sauerstoffversorgung
- Bodenverdichtung
- Stickstoffaufnahme durch die Pflanzen
Stickstoff effizienter nutzen
Gülle besser in kleineren Mengen ( weniger m3/ha) und dafür häufiger ausbringen. So kann der Stickstoff bedarfsgerechter genutzt und das Risiko von Verlusten über Ammoniak, Nitrat oder Lachgas reduziert werden.
Weniger Stickstoffverluste durch gezielte Düngung
Stickstoff möglichst bedarfsgerecht einsetzen und Überschüsse vermeiden. Gleichzeitig fördern gut strukturierte, nicht verdichtete Böden günstige Bedingungen für die Stickstoffnutzung. Hohe Stick-stoffmengen und Sauerstoffmangel können die Lachgasbildung erhöhen.

Wie wirkt Leonardit auf Mikroben?
Positive Effekte bei der Gülle- und Bodenoptimierung mit Leonardit
Leonardit ist kein mikrobieller Dünger.
Es enthält keine zugesetzten lebenden Mikroorganismen, sondern ist ein natürliches, huminstoffreiches Ausgangsmaterial. Seine Wirkung beruht hauptsächlich auf den enthaltenen aktiven Huminstoffen und deren physikalisch-chemischen Eigenschaften.
Hoher Gehalt an Huminstoffen
- Reich an Huminsäuren und weiteren organischen Huminstoffen.
- Liefert stabile organische Kohlenstoffverbindungen.
- Trägt zur Anreicherung der organischen Substanz im Boden bei.
Unterstützt die Bodenbiologie
- Huminstoffe können die Bedingungen für Bodenmikroorganismen günstig beeinflussen.
- Die Wirkung erfolgt vor allem indirekt über Bodenmilieu, Nährstoffverfügbarkeit und organische Substanz.
Verbessert die Nährstoffbindung
- Huminstoffe besitzen zahlreiche funktionelle Bindungsstellen und können Nährstoff-Ionen binden bzw. komplexieren.
- Dadurch können Nährstoffe im Boden gepuffert und vor einer schnellen Verlagerung geschützt werden.
- Besonders relevant ist dies für Kationen und verschiedene Spurenelemente.
Unterstützt Bodenstruktur und Wasserhaushalt
- Huminstoffe können zur Stabilisierung von Bodenaggregaten beitragen.
- Dies kann Porenstruktur, Wasserhaltevermögen und Durchlüftung günstig beeinflussen.
- Dadurch können bessere Bedingungen für Wurzeln und Bodenorganismen entstehen.
Im Kompost
Leonardit wirkt oft wie ein Humus-Booster:
- schnellere Humusbildung
- höhere mikrobielle Vielfalt
- stabilerer Endkompost
- geringere Geruchsbildung
Besonders wirksam in Kombination mit
- Rindermist
- Kompost
- Pflanzenkohle
- Zwischenfruchtbiomasse
- Gärresten
Facts
Leonardit: füttert Mikroben nicht direkt wie frisches organisches Material, verbessert aber ihr Lebensumfeld erheblich. Dadurch werden die Vermehrung, Aktivität und Vielfalt der Mikroorganismen gefördert und die Bildung von stabilem Humus beschleunigt.
Für die Kompostierung sind 10 bis 15 kg/to Leonardit, das zu kompostierbarem Material
Leonardit verkürzt die Rottezeit von Mist und Kompost indirekt
Leonardit verkürzt die Rottezeit von Mist und Kompost indirekt, indem es die biologischen und chemischen Prozesse während der Zersetzung verbessert.
Wirkungsweise:
- Fördert die Aktivität von Boden- und Rottemikroorganismen
- Verbessert das Kohlenstoff-Stickstoff-Gleichgewicht
- Bindet Ammonium und reduziert Stickstoffverluste
- Verbessert die Sauerstoffversorgung durch eine lockerere Struktur
- Beschleunigt den Abbau organischer Substanz
Praxisnutzen:
- Nährstoff-Kreislauf schliessen
- Produkte - Mehrfachnutzen
- Schnellere Umsetzung von Mist zu pflanzenverfügbarem Humus
- Weniger Geruchsbildung
- Höhere Düngewirkung des Hofdüngers
- Bessere Humusbildung nach der Ausbringung
Kurz gesagt:
Leonardit ist kein Rottebeschleuniger, schafft aber optimale Bedingungen für Mikroorganismen. Dadurch läuft die Rotte meist schneller, gleichmäßiger und mit geringeren Nährstoffverlusten ab.
Leonardit gemahlen / Leonardit 0/4
Leonardit und Phosphorbindung
Leonardit liefert selbst meist nur geringe Phosphormengen, kann aber die Verfügbarkeit und Effizienz von Phosphor im Boden positiv beeinflussen.
Reduziert die Phosphor-Fixierung
- Humin- und Fulvosäuren können mit Calcium-, Eisen- und Aluminiumionen sowie mineralischen Oberflächen wechselwirken. (aktive KAK)
- Dadurch kann die Bildung schwer löslicher Ca-, Fe- und Al-Phosphate vermindert und die Fixierung von gedüngtem Phosphor reduziert werden.
- Für Fulvosäuren wurde eine Verringerung der an Fe, Al und Ca gebundenen schwer löslichen Phosphorfraktionen experimentell nachgewiesen.
Verbessert die Phosphorverfügbarkeit
- Durch eine geringere Fixierung kann ein größerer Anteil des eingebrachten Phosphors länger in mobilisierbarer bzw. pflanzenverfügbarer Form verbleiben.
- Dieser Effekt ist insbesondere bei Böden relevant, auf denen Phosphor stark festgelegt wird, beispielsweise unter alkalischen bzw. kalkreichen Bedingungen.
Unterstützt die biologische Phosphormobilisierung
- Huminstoffe können die Bedingungen im Boden und in der Rhizosphäre beeinflussen und damit indirekt Prozesse der Nährstoffmobilisierung unterstützen.
Unterstützt die Wurzelentwicklung
- Eine verbesserte Wurzelentwicklung kann das durchwurzelte Bodenvolumen und damit die Erschließung vorhandener Phosphorvorräte erhöhen.
Kurz Info: Leonardit erhöht nicht den Phosphorgehalt, kann jedoch die Nutzung von vorhandenem und gedüngtem Phosphor unterstützen.
Die enthaltenen aktiven Humin- und Fulvosäuren können Wechselwirkungen mit Calcium, Eisen und Aluminium eingehen und dadurch die Bildung schwer löslicher Phosphorverbindungen vermindern. So kann Phosphor länger mobilisierbar bleiben und von den Pflanzen effizienter genutzt werden.



